General Electric: Absturz

Vielleicht ist General Electric (GE) in ein paar Jahren pleite. Ich weiß es nicht. Es gibt jede Menge Kritiker, die sich über die dubiose Bilanz wundern. Warren Buffett spricht schon länger distanziert über GE:

Whistleblower Harry Markopolos hat einen Report vorgelegt, in dem er die Pleite von GE an die Wand malt. Ich kenne Markopolos. Ich hab ihn schon gesprochen. Du musst bei seinen Vorwürfen wissen, dass er selbst gegen GE über einen Hedgefonds wettet. Er hat also einen Interessenkonflikt. Mal sehen, was aus GE wird. So sieht der GE-Kurschart aus:

Investieren hat immer auch mit Risiken zu tun. Wer es zu sicher haben will, der bekommt keine oder kaum Rendite. Es wären Bundesanleihen, Tagesgeld, Sparbücher oder Bargeld unter dem Kopfkissen.

Ich bin ein Fan der Börse. Aktien sind mein Steckenpferd. Jeder Verlust ist eine Lernerfahrung. Nur auf Nummer sicher zu gehen ist Zeitverschwendung. Nur sicher bei allen Investments zu sein, macht blind. Ein Verlust bedeutet ein Hauch Frische im Nachhinein. Geh Risiken ein. Du solltest hierbei immer ausreichend streuen. Dann kann sich eine Enttäuschung wie GE nicht allzu schlecht auf dein Gesamtdepot auswirken.

Einen großen Teil deines Portfolios in langfristige Indexfonds zu stecken ist eine gute Sache. Wer clever ist, wirft seine Ersparnisse nicht in ein Kasino: Kein wildes Zocken mit Wertpapieren. Pflege lieber mit konservativen Aktien oder ETFs eine nachhaltige und gesunde Spielsucht nach dem Prinzip des „Buy and Hold“.

Das ist übrigens ein guter Bloomberg-Artikel über die reichsten Familien der Welt: Sie haben alle hohe Anteile an Konzernen wie BMW, Hermes, Aldi… Die Waltons (WalMart-Eigentümer) werden jede Minute 70.000 Dollar reicher.

Wer gemein wäre, würde als Kapitalist andere Menschen dazu anspornen, ihre Ersparnisse für Konsum auszugeben (große Autos, tolle Häuser, Kredite, schicke Mode…). Dann wirst du als Aktionär mit Rendite belohnt. Aber wäre das gut für dein Karma? Wenn die Konsumenten weiter munter ihr Geld ausgeben, treibt das deine Profite in die Höhe. Die Konsumenten sind in der Mehrheit, sie setzen sich durch.  Der Kapitalist, der die finanzielle Freiheit anstrebt, wird immer in der Minderheit bleiben. Ja, im Grunde sind die Konsumsüchtigen eine Wohltätigkeitsorganisation. Sie helfen uns, den Frühruhestand mit einem fetten Depot zu erreichen.

Beim Einsatz von Schulden bin ich immer extrem vorsichtig. Wer clever Schulden für Investments einsetzen kann, der soll das tun. Etwa eine Hypothek zum Kauf eines attraktiven Renditeobjekts zur Vermietung.

Stell dir aber Schulden als Werkzeug wie eine Kettensäge oder einen Presslufthammer vor. Wenn du nicht weisst, wie du das Werkzeug richtig verwendest, solltest du es nicht verwenden, da du dich verletzen wirst. Wenn du jedoch weisst, wie du das Werkzeug verwendest, kannst du deine Resultate optimieren, indem du es verwendest. Eine zinsgünstige Hypothek für eine erschwingliche Immobilie wäre eine kluge finanzielle Entscheidung. Ein Darlehen zur Finanzierung einer spekulativen Investition, eines Konsumgutes oder eines Urlaubs wäre keine kluge finanzielle Entscheidung.