Drillisch: „Ohne Vertragslaufzeit“ heißt nicht mehr „monatlich kündbar“ (sondern durch 3 Monate Kündigungsfrist 3 Monate statt 2 Monate Mindest-Laufzeit)

Das Jahrzehnt verschwand, und war früher wirklich alles besser, wie die Alten (ihr wisst schon, die mit dem Motorrad im Hühnerstall) sagen? Als Enddreißiger stellen wir fest: Die Mobilfunk-Tricks hören wohl auch im neuen Jahrzehnt nicht auf. Denn heimlich, still und leise hat Provider Drillisch eine neue Laufzeit für Handyverträge etabliert, die uns auf den ersten Blick erst einmal in Sicherheit wiegt. Denn wer kommt beim Label „ohne Vertragslaufzeit“ darauf, dass es sich nicht um einen „monatlich kündbaren“ Vertrag handelt? Erst der Blick ins Kleingedruckte macht den neuen Unterschied zwischen ohne Vertragslaufzeit und monatlich kündbar deutlich (den es übrigens nur bei Drillisch in dieser Form so gibt).Auch wenn’s erlaubt ist (weil ohne Vertrag etwas anderes ist als monatlich kündbar): Für uns ist das (leider) am Rande zur (erlaubten) Verbrauchertäuschung (weil darunter eben etwas anderes verstanden werden dürfte; natürlich für die Praxis arg kritisch betrachtet, da wohl nur die wenigsten maximal ein bzw. de facto 2 Monate bei einem Provider bleiben möchten und die Erhöhung auf nun 3 Monate (da nicht zum Monatsende, sondern die 3 Monate zählten direkt ab Kündigung) ja angesichts der Billigtarife nicht allzu schlimm ist, aber es evoziert einfach anderer Vorstellungen), und wir hoffen sehr, dass das künftig keine verwirrende Schule macht.

Wir möchten euch jedenfalls dafür sensibiliseren, darauf in Zukunft bei Drillisch-Verträgen zu achten. Aus dem Nichts kommt diese Umstellung natürlich nicht, denn schon 2018 experimentierte man mit einer 3-monatigen Kündigungsfrist bei Drillisch. Trotzdem: Damals nannte man es wenigstens klipp und klar so! Nach unseren Recherchen dürften weitere Marken folgen, da z.B. wieder bei PremiumSIM experimentiert wird (uns sind A/B-Tests aufgefallen).